Atlassian Team '26 Europe fand vom 6. bis 8. Oktober 2026 im RAI Amsterdam statt, und Swarmit war mit zwei Perspektiven vor Ort: Anja Fuchs, Atlassian Consultant, und Roseline Bosshard aus dem Marketing. Das Ziel war klar: so viel wie möglich mitnehmen. Anja tauschte sich technisch mit der Community aus und sammelte neue Tools und Features für unsere Kundinnen und Kunden. Roseline führte viele Gespräche mit bestehenden und neuen Partnern, um gemeinsame Marketingaktivitäten und Events für 2027 vorzubereiten.
In diesem Beitrag fassen wir zusammen, was an den drei Tagen passiert ist, welche Ankündigungen rund um Rovo, Teamwork Graph, Loom und KI-Governance für Schweizer Unternehmen relevant sind und was wir konkret mitnehmen. Am Ende beantworten wir die häufigsten Fragen zu Team '26 Europe in einem FAQ.
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Der erste Tag stand ganz im Zeichen von Begegnungen. Nach einem gemeinsamen Abendessen am Vorabend starteten wir mit vielen Gesprächen, ersten Sessions und dem typischen Team-Gefühl, das diese Events ausmacht.
Women of the Atlassian Ecosystem
Anja startete den Tag am Community-Meetup der Women of the Atlassian Ecosystem. Es war eindrücklich zu sehen, wie viele Frauen das Atlassian-Ökosystem und die Tech-Branche mitgestalten. Danach folgten Braindates, unter anderem eines zu Exit-Strategien für Marketplace-Apps, das zu intensiven Diskussionen führte.
Product Lounge Breakfast bei Elevatic
Roseline war zum Frühstück in der Product Lounge von Elevatic eingeladen, ein idealer Start für erste Gespräche in entspannter Atmosphäre.
Atlassian-Vortrag: Wie Confluence die Wissensarbeit verändert
Ebenfalls am ersten Tag besuchten wir einen Vortrag von Atlassian. Im Zentrum stand die Frage, wie Confluence die moderne Wissensarbeit verändert. In einer Live-Demo wurden unter anderem Smart Links, Rovo und Remix gezeigt. Mit Remix lassen sich Inhalte in Confluence mit wenigen Klicks visuell aufbereiten, zum Beispiel als Grafik oder Übersicht.
Die wichtigste Botschaft: Jira und Confluence sind längst nicht mehr nur Werkzeuge für Engineering-Teams. Marketing, HR, Finance und Projektorganisationen profitieren genauso, wenn Wissen und Arbeit an einem Ort zusammenkommen. Dem können wir nur zustimmen.
Erste Partnergespräche
Neben den Sessions nutzten wir den ersten Tag für zahlreiche Gespräche mit App-Herstellern und Partnern aus dem Atlassian-Ökosystem. Anja tauschte sich mit mehreren Marketplace-Partnern über Details ihrer Apps aus: Welche neuen Funktionen sind geplant, wie lassen sich die Apps mit Rovo und dem Teamwork Graph kombinieren, und welche Anwendungsfälle passen zu den Anforderungen unserer Kundinnen und Kunden? Solche direkten Gespräche liefern Einblicke, die in keiner Produktdokumentation stehen.
Unser Marketing konzentrierte sich auf die Partnerprogramme. Viele App-Hersteller entwickeln ihre Programme für 2027 weiter, mit neuen Formaten für gemeinsame Kampagnen, Co-Marketing und Events. Für uns ist das eine gute Grundlage, um Webinare, Inhalte und Veranstaltungen im DACH-Raum und in der Romandie gemeinsam zu planen. Mehrere Gespräche führten wir mit Partnern, die wir bisher nur aus Videocalls kannten, und gerade diese persönlichen Begegnungen machen den Austausch deutlich einfacher.
Am 7. Oktober eröffnete Atlassian-Mitgründer und CEO Mike Cannon-Brookes den zweiten Tag mit der Founder Keynote, Anja sass in der ersten Reihe. Seine Kernbotschaft: KI soll nicht allein im Chatfenster arbeiten, sondern im Team. Grosse Zahlen auf den Folien, viel Humor und Live-Demos, die alle funktionierten, machten die Keynote kurzweilig. Nur ganz am Schluss fiel mitten im Satz der Strom aus.
AMP: Menschen und KI-Agenten im selben Team
Mit dem Agentic Multiplayer Protocol (AMP) arbeiten Menschen und KI-Agenten direkt in Jira, Confluence und Loom zusammen. Jeder Agent hat einen Owner, ein eigenes Profil und nachvollziehbare Aktivitäten. Der Rollout hat laut Atlassian mit der Ankündigung begonnen.
Rovo, Teamwork Graph und Artifacts
Rovo erhält mit Rovo Work einen neuen Modus in Rovo Chat für komplexe, mehrstufige Aufgaben: Rovo schlägt einen Plan vor, das Team passt ihn an und gibt die Umsetzung frei. Einen Verfügbarkeitstermin hat Atlassian noch nicht kommuniziert. Den Kontext dafür liefert der Teamwork Graph, der laut Atlassian über 80 Konnektoren und 250 Milliarden verbundene Objekte umfasst. Für Engineering-Teams gibt es die neue App Rovo Code Search, und mit der Artifacts-App erhalten KI-generierte Inhalte, auch aus externen KI-Tools, eine dauerhafte, berechtigungsgesteuerte Ablage, die sich in Confluence und Jira einbetten lässt. Ausserdem wurde vor Ort Rovo Desktop als Mac-Version angekündigt.
Loom und Figma: ein Plus für das Marketing
Für uns im Marketing war das das Highlight: Agenten lassen sich per Loom-Video briefen (Record for Agent, derzeit in Open Beta), und KI-Overlays (Early Access) machen Videos visuell deutlich ansprechender. Die Demo mit Figma und Loom zeigte, wie Botschaften mit weniger Aufwand klarer bei der Zielgruppe ankommen.
Governance und Sicherheit
Mit dem Wachstum von KI rückt Governance in den Vordergrund. Atlassian hat Agent-Accounts und ein Inventar für nicht-menschliche Identitäten angekündigt, mit denen Admins künftig alle Agenten zentral verwalten und Zugriffe mit einem Klick entziehen können. Bis dahin läuft etwa Rovo Work unter der Identität der Person, die eine Aufgabe startet. Bereits verfügbar ist Guard Premium, das sensible Inhalte mit historischem und Echtzeit-Scanning aufspürt und Guardrails für Rovo Chat und verbundene Tools setzt. Dazu kommt die lokale EU-KI-Inferenz.
Atlassian hat in Amsterdam den Rollout der lokalen EU-KI-Inferenz angekündigt. Damit bleiben Prompts, die Verarbeitung durch das Sprachmodell und die Ergebnisse gemäss Atlassian innerhalb Europas. Genutzt werden weiterhin Frontier-Modelle von OpenAI, Anthropic und Google.
Datenresidenz ist nicht gleich KI-Verarbeitung
Für Anja war diese Ankündigung eines der Highlights. In vielen Gesprächen mit Schweizer Kunden über Rovo war die grösste Sorge nicht, was KI leisten kann, sondern wohin die Daten gelangen. Atlassian unterstützt seit einiger Zeit Datenresidenz in der Schweiz. Datenresidenz regelt aber, wo Daten gespeichert sind. Die KI-Inferenz betrifft, wo das Modell die Daten verarbeitet. Bisher konnten europäische Kunden ihre Daten in Europa speichern, die KI-Verarbeitung lief jedoch in der Regel in den USA.
Offene Fragen aus Schweizer Sicht
Die Ankündigung ist ein klarer Schritt in die richtige Richtung, die Details sind aber entscheidend:
Für einzelne Funktionen gelten andere Regeln: Der Code-Kontext für Rovo Code Search wird nach aktuellem Kenntnisstand in den USA gespeichert und für bezahlte, mit Rovo verbundene Bitbucket-Workspaces automatisch aktiviert.
Unsere Empfehlung: Klären Sie vor einem Rovo-Rollout zusammen mit Ihren Datenschutzverantwortlichen, welche Anforderungen an Speicherort und Verarbeitung gelten. Wir unterstützen Sie bei dieser Einordnung.
Partner, Marketing und Community: der Wert der persönlichen Begegnung
Nach der Keynote folgten viele Gespräche mit bestehenden und potenziellen Partnern. Endlich Menschen persönlich zu treffen, die man bisher nur aus Videocalls kannte, macht einen grossen Unterschied. Team '26 Europe ist dafür der ideale Ort im Atlassian-Ökosystem.
Mehr Marketing als erwartet
Eine positive Überraschung: Es waren deutlich mehr Marketerinnen und Marketer vor Ort als erwartet. Daraus entstanden konkrete Ideen für gemeinsame Kampagnen, Webinare und Events mit Partnern im DACH-Raum und in der Romandie.
Community-Momente
Ein besonderer Moment: Anja ist Atlassian Champion und war als solche zum Atlassian Champion Dinner eingeladen. Das Champions-Programm würdigt Personen, die ihr Wissen aktiv mit der Community teilen und das Ökosystem mitprägen. Beim Dinner lernte Anja sogar Mike Cannon-Brookes persönlich kennen, nach neun Jahren im Atlassian-Ökosystem ein Höhepunkt. Solche Begegnungen zeigen, was diese Community ausmacht: Hinter der Technologie stehen Menschen.
Ausserdem luden Reliex, Rewind und Refined zur Heineken Experience ein, ein gelungener Rahmen für weitere Gespräche.
Der dritte Tag startete mit einer Podcast-Aufnahme mit Janet von Rewind. Die Episoden erscheinen in den kommenden Wochen.
Am Vormittag standen KI-Sessions im Fokus, mit der Frage, wie KI-Teammitglieder mit spezialisierten Fähigkeiten Teams nicht nur schneller, sondern auch klüger arbeiten lassen.
Die Closing Keynote «What becomes possible» verband zwei Perspektiven. In einem Kundenpanel mit Atlassian CEO Mike Cannon-Brookes, Reddit CTO Amit Puntambekar und Hilary Lanham von der Lloyds Banking Group ging es darum, was möglich wird, wenn vernetzter Kontext die Grundlage für KI im grossen Stil bildet. Danach folgte ein Fireside Chat mit Schauspielerin und Sängerin Hannah Waddingham, bekannt als Rebecca Welton aus «Ted Lasso». Ihre Rolle steht sinnbildlich für das, womit viele Organisationen ringen: Erst wer Silos aufbricht, dem Team vertraut und Kontext teilt, kommt wirklich weiter.
Den Abschluss bildeten die Bash und die Afterparty, die definitiv legendär waren.
KI wird bei Atlassian zum Teammitglied, und genau dort braucht es Klarheit zu Governance, Datenschutz und Einführung. Für unsere Kundinnen und Kunden leiten wir vier Punkte ab:
Sie möchten wissen, was die Neuerungen von Team '26 Europe für Ihre Atlassian-Umgebung bedeuten? Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Gespräch mit unseren Atlassian-Expertinnen und -Experten.
Wann und wo fand Atlassian Team '26 Europe statt?
Atlassian Team '26 Europe fand vom 6. bis 8. Oktober 2026 im RAI Amsterdam statt. Am Tag davor lief für Partner das Programm Partner Accelerate. Die Founder Keynote von Mike Cannon-Brookes war am 7. Oktober.
Was ist AMP von Atlassian?
AMP steht für Agentic Multiplayer Protocol. Es ist die Grundlage für die Zusammenarbeit von Menschen und KI-Agenten in Jira, Confluence und Loom. Jeder Agent hat einen Owner, ein eigenes Profil und nachvollziehbare Aktivitäten.
Was ist die EU-KI-Inferenz von Atlassian?
Mit der lokalen EU-KI-Inferenz beschränkt Atlassian die Verarbeitung durch Sprachmodelle auf Modelle, die in der EU gehostet sind. Atlassian hat den Rollout an Team '26 Europe angekündigt.
Reicht EU-KI-Inferenz für Schweizer Unternehmen?
Das hängt von den internen und regulatorischen Anforderungen ab. Datenresidenz in der Schweiz regelt den Speicherort, die EU-Inferenz den Verarbeitungsort. Organisationen, die eine Verarbeitung innerhalb der Schweiz verlangen, sollten die Details mit Atlassian oder einem Partner wie Swarmit klären.
Was ist neu bei Rovo?
Rovo erhält mit Rovo Work einen Modus für komplexe, mehrstufige Aufgaben und mit Rovo Code Search eine neue App für Engineering-Teams. Zudem wurde Rovo Desktop als Mac-Version angekündigt. Mit der Artifacts-App bekommen KI-generierte Inhalte, auch aus externen KI-Tools, einen festen, berechtigungsgesteuerten Platz.
Was ist der Teamwork Graph?
Der Teamwork Graph verbindet Daten aus Atlassian- und Drittanbieter-Tools und liefert Rovo und Agenten den nötigen Kontext. Laut Atlassian umfasst er über 80 Konnektoren und 250 Milliarden verbundene Objekte.
Welche Neuerungen sind für Marketing-Teams relevant?
Besonders relevant sind die KI-Funktionen in Loom, etwa KI-Overlays (Early Access) und Agent-Briefings per Video (Open Beta), die Integration mit Figma sowie Remix in Confluence zur visuellen Aufbereitung von Inhalten.
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